Das Zeichen

„(...) eine Schlange gerade aufgerichtet vor Ungeduld:
dieses Zeichen stellte ich vor mich hin.“
(Friedrich Nietzsche: „Das Feuerzeichen“)

Das Zeichen ward uns gegeben. Wie ein Innehalten im Getriebe
senken sich nieder die so belebenden Melodien fast zärtlich.
Wohin mag ziehen diese Karawane aus Wohlklingendem mit mir?


Die Zeiten verlangen Paradoxes: Weite zu finden ist nur möglich,
wenn man in sich geht. Eine Ferne, in Klangräume sich öffnend.
Was wäre Leben ohne Musik und die Gärten ohne Farben?


Der Weg zur Harmonie ist lang. Länger fast der zur Erkenntnis.
Wir bleiben im Dunkel so oft, weil uns Licht und Wärme ängstigt.
Sonnensucher ich, ich höre, bis zum Steinerweichen, das Zeichen.


Kai Agthe 09.02.1999

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